Was ist SEA?
SEA steht für Search Engine Advertising, auf Deutsch Suchmaschinenwerbung. Unternehmen bezahlen dafür, dass ihre Anzeigen zu bestimmten Suchbegriffen auf der Ergebnisseite erscheinen, bei Google über Google Ads. Abgerechnet wird meist pro Klick. Die Anzeigen sind als gesponsert gekennzeichnet und stehen getrennt von den organischen Treffern, die über SEO erreicht werden.
SEA und SEO im Vergleich
SEA und SEO zielen auf dieselbe Suchergebnisseite, funktionieren aber grundverschieden. Google nimmt nach eigenen Angaben kein Geld für bessere organische Rankings. Bezahlte Sichtbarkeit gibt es daher nur im Anzeigenbereich.
| Merkmal | SEA | SEO |
|---|---|---|
| Platzierung | Anzeigenbereich, als gesponsert gekennzeichnet | Organische Ergebnisse |
| Kosten | Meist pro Klick, je nach Wettbewerb | Kein Klickpreis, dafür Aufwand für Inhalte und Technik |
| Wirkung | Sobald die Kampagne läuft | Baut sich meist über längere Zeit auf |
| Ende | Sichtbarkeit endet mit dem Budget | Rankings können ohne laufende Klickkosten bestehen bleiben |
| Messung | Im Google-Ads-Konto | Search Console, dort zählen Anzeigen nicht als Position |
Wie die Anzeigenauktion bei Google funktioniert
Bei jeder Suche entscheidet eine Auktion, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Das höchste Gebot allein gewinnt dabei nicht. Google nennt sechs Faktoren:
- das Gebot, also der Höchstbetrag, den Sie pro Klick zahlen würden,
- die Qualität von Anzeige und Landingpage,
- die erwartete Wirkung von Anzeigen-Assets wie Telefonnummer oder Links zu Unterseiten,
- Mindestwerte, die eine Anzeige für eine bestimmte Position erreichen muss,
- den Kontext der Suche, etwa Suchbegriff, Zeitpunkt, Standort und Gerät,
- die Wettbewerbssituation im Vergleich zu anderen Anzeigen.
Relevante Keywords, gute Anzeigentexte und eine passende Landingpage können daher eine bessere Position zu einem niedrigeren Preis bringen als ein höheres Gebot der Konkurrenz.
Was ein Klick kostet
Das Maximalgebot ist eine Obergrenze, nicht der Preis. Der tatsächliche Klickpreis liegt meist darunter: Sie zahlen nur so viel, wie nötig ist, um den Anzeigenrang des Werbetreibenden direkt unter Ihnen zu übertreffen. Gibt es niemanden unter Ihnen, fällt nur der Mindestpreis an. Für Plätze oberhalb der organischen Ergebnisse sind die Mindestwerte höher, weshalb Klicks dort oft mehr kosten. Bei automatischen Gebotsstrategien kann der Preis für einzelne Klicks auch über dem ursprünglichen Maximalgebot liegen.
Suchen Sie bei Google nach Ihrem wichtigsten Suchbegriff und notieren Sie, welche Ergebnisse als gesponsert gekennzeichnet sind und wer sie schaltet. Öffnen Sie danach in der Google Search Console den Leistungsbericht und filtern Sie nach demselben Suchbegriff: Die angezeigte Position bezieht sich nur auf die organischen Ergebnisse, Anzeigen belegen dort keine Position. Schalten Sie selbst Anzeigen, vergleichen Sie in Google Ads den tatsächlichen Klickpreis mit Ihrem Maximalgebot. So sehen Sie, wo Sie organisch stehen und wofür Sie bezahlen.
Häufige Fragen
Ist SEA dasselbe wie Google Ads?
Nicht ganz. SEA ist der Oberbegriff für bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen. Google Ads ist die Werbeplattform von Google, über die Anzeigen in der Google-Suche geschaltet werden. Für Bing gibt es mit Microsoft Advertising eine eigene Plattform.
Verbessern Google-Anzeigen das organische Ranking?
Nein. Google nimmt nach eigenen Angaben kein Geld dafür, eine Website in den organischen Ergebnissen höher zu reihen oder häufiger zu crawlen. Anzeigen und organische Treffer sind getrennte Systeme.
Was ist besser, SEO oder SEA?
Das hängt vom Ziel ab. SEA bringt schnell Sichtbarkeit, etwa für Aktionen oder neue Angebote, kostet aber bei jedem Klick. SEO wirkt langsamer, kann aber dauerhaft Besucher ohne Klickkosten bringen. Viele Unternehmen kombinieren beides.