Lexikon · Grundlagen

Was ist das Google Unternehmensprofil?

Von Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara · Aktualisiert am 05.11.2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Das Google Unternehmensprofil (englisch Google Business Profile, früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag eines Unternehmens in Google Maps und der Google-Suche. Es zeigt Name, Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Bei lokalen Suchanfragen wie „Steuerberater in der Nähe“ ist es ein zentraler Baustein der Sichtbarkeit.

Wer ein Profil anlegen darf

Ein Unternehmensprofil ist für Betriebe gedacht, die einen Standort haben, den Kundinnen und Kunden besuchen können, oder die zu ihren Kunden fahren. Virtuelle Büros sind nicht zulässig. Coworking-Flächen gehen nur, wenn das Büro beschildert ist, während der Öffnungszeiten Kunden empfängt und mit eigenem Personal besetzt ist. Wer nur beim Kunden vor Ort arbeitet, etwa ein Installateur, legt ein Profil mit Einzugsgebiet an und blendet die Adresse aus. Pro Unternehmen soll es nur ein Profil geben.

Angelegt wird das Profil kostenlos über business.google.com, ein bereits bestehender, nicht bestätigter Eintrag lässt sich über Google Maps beanspruchen. Anschließend muss das Unternehmen bestätigt werden. Erst dann stehen auch die Leistungsdaten zur Verfügung.

Wovon die Platzierung in Google Maps abhängt

Google nennt drei Hauptfaktoren für lokale Ergebnisse. Bezahlen lässt sich eine bessere Platzierung laut Google nicht.

FaktorBedeutungWas Sie tun können
RelevanzWie gut das Profil zur Suchanfrage passtVollständige Angaben zu Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten und Merkmalen
EntfernungWie weit der Standort von der suchenden Person entfernt istKaum beeinflussbar, Adresse bzw. Einzugsgebiet korrekt angeben
BekanntheitWie bekannt das Unternehmen ist, etwa gemessen an Links und BewertungenBewertungen sammeln und beantworten, auf der eigenen Website und in anderen Quellen präsent sein

Regeln für Namen und Bewertungen

Der Name im Profil muss dem tatsächlichen Namen entsprechen, wie er auf Geschäftsschild, Website und Briefpapier verwendet wird. Werbeslogans, Leistungen, Ortsangaben oder Telefonnummern haben darin nichts verloren. Aus „Tischlerei Huber“ darf also nicht „Tischlerei Huber – Küchen nach Maß Wien“ werden. Solche Zusätze sind laut Google nicht erlaubt und können zur Sperrung des Profils führen.

Auch bei Bewertungen sind die Regeln streng: Rezensionen müssen echte Erfahrungen wiedergeben. Gegenleistungen wie Rabatte oder Gratisprodukte für eine Bewertung, für das Ändern oder Löschen einer Bewertung sind ausdrücklich verboten. Antworten auf Rezensionen sollen laut Google höflich, kurz und nicht werblich sein.

Erlaubt und sinnvoll ist es, alle Kund:innen um eine ehrliche Bewertung zu bitten. Einen direkten Link und QR-Code dafür erstellen Sie kostenlos mit unserem Tool Google-Bewertungslink erstellen.

So prüfen Sie es selbst

Suchen Sie Ihr Unternehmen in Google Maps und vergleichen Sie den angezeigten Namen mit Ihrem Geschäftsschild. Kontrollieren Sie Hauptkategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer und Öffnungszeiten, auch die Sonderöffnungszeiten an Feiertagen. Im Profil finden Sie unter Leistung, wie oft es aufgerufen wurde und wie viele Anrufe, Websiteklicks und Routenanfragen es ausgelöst hat; die Suchbegriffe werden einmal im Monat aktualisiert. Prüfen Sie zuletzt, ob alle neueren Bewertungen beantwortet sind.

Häufige Fragen

Kostet das Google Unternehmensprofil etwas?

Nein. Ein Profil anzulegen oder einen bestehenden Eintrag zu beanspruchen ist kostenlos. Eine bessere Platzierung in den lokalen Ergebnissen lässt sich laut Google auch nicht kaufen, bezahlte Anzeigen sind ein eigenes Produkt.

Darf ich Keywords in den Firmennamen schreiben?

Nein. Der Name muss dem echten Namen auf Schild, Website und Briefpapier entsprechen. Zusätze wie Leistungen, Ortsangaben oder Slogans verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können zur Sperrung des Profils führen.

Brauche ich ein Ladengeschäft für ein Profil?

Nein. Auch Betriebe, die ihre Kundschaft vor Ort besuchen, dürfen ein Profil anlegen. Sie geben ein Einzugsgebiet an und blenden die Adresse aus. Nicht zulässig sind dagegen virtuelle Büros ohne echten Kundenkontakt.

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Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara
Gründer von promeSeo, SEO-, GEO- & AEO-Berater in Wien

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