Lexikon · Links

Was ist ein Ankertext?

Von Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara · Aktualisiert am 02.11.2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Der Ankertext, auch Linktext genannt, ist der sichtbare und anklickbare Text eines Links. Er zeigt Lesern und Suchmaschinen, was sie auf der verlinkten Seite erwartet. Google empfiehlt Ankertexte, die beschreibend, knapp und für beide Seiten relevant sind. Bei verlinkten Bildern übernimmt das alt-Attribut des Bildes diese Aufgabe.

So ist ein Ankertext aufgebaut

Technisch ist der Ankertext alles, was zwischen dem öffnenden und dem schließenden a-Element steht. Das Ziel des Links steht im href-Attribut:

<a href="/lexikon/sitemap/">XML-Sitemap</a>

Google kann Links in der Regel nur dann zuverlässig verfolgen, wenn sie als a-Element mit href-Attribut umgesetzt sind. Ist das Element leer, greift Google laut eigener Dokumentation ersatzweise auf das title-Attribut zurück, verlassen sollten Sie sich darauf aber nicht. Ist ein Bild verlinkt, verwendet Google den Alt-Text des Bildes als Ankertext. Ein leeres alt-Attribut nennt Google dabei ausdrücklich als schlechtes Beispiel.

Gute und schlechte Ankertexte

Der Ankertext sollte für sich allein verständlich sein. Google schlägt einen einfachen Test vor: Lesen Sie nur den Linktext. Wenn danach unklar ist, worum es auf der Zielseite geht, ist er zu vage.

AnkertextBewertungGrund
„hier klicken“, „mehr lesen“schwachsagt nichts über das Ziel aus
„Checkliste für Meta-Descriptions“gutbeschreibend, knapp, passt zum Ziel
ein ganzer Satz als Linkzu langbesser nur den Kern verlinken, den Rest als normalen Text
„SEO Agentur SEO Wien beste SEO“überoptimiertKeyword-Stuffing, wirkt unnatürlich

Dazu kommen zwei praktische Regeln aus der Google-Dokumentation: Setzen Sie mehrere Links nicht direkt hintereinander, sondern mit etwas Kontext dazwischen. Und wenn Sie das Gefühl haben, Keywords in einen Linktext zu zwängen, ist es vermutlich zu viel.

Ankertexte bei Backlinks: wo die Grenze liegt

Bei internen Links haben Sie den Ankertext selbst in der Hand. Bei Links von anderen Websites ist Vorsicht geboten. Google zählt in den Spam-Richtlinien unter anderem Links mit optimierten Ankertexten in Artikeln, Gastbeiträgen oder Presseaussendungen, die auf anderen Websites verbreitet werden, zum Link-Spam. Gleiches gilt für Forenbeiträge und Signaturen mit gezielt optimierten Links. Natürlich entstandene Backlinks tragen meist den Markennamen, die Adresse oder eine Beschreibung des Inhalts, und genau so sollten sie auch aussehen.

Beispiel aus der Praxis

In diesem Lexikon verlinkt jeder Eintrag unter „Verwandte Begriffe“ auf andere Einträge, und zwar immer mit dem Namen des Zielbegriffs als Ankertext, etwa „Meta-Description“ oder „PageRank“, nie mit „mehr dazu“. Auch die Karten auf der Übersichtsseite verwenden den Begriff als Linktext, ergänzt um einen kurzen Satz. Erscheint ein neuer Eintrag, bekommen die bereits veröffentlichten verwandten Einträge einen Rück-Link mit demselben Muster. So ist für Leser und Google eindeutig, wohin jeder Link führt.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Ankertext sein?

Google nennt keine feste Zeichenzahl, empfiehlt aber, den Linktext eher knapp zu halten. Meist reichen wenige Wörter, die das Ziel beschreiben. Ist ein ganzer Satz verlinkt, verlinken Sie besser nur den aussagekräftigen Teil.

Muss das Keyword immer im Ankertext stehen?

Nein. Ein beschreibender Linktext enthält das Thema der Zielseite oft ohnehin. Krampfhaft eingebaute Keywords wirken unnatürlich, und optimierte Ankertexte in verbreiteten Gastbeiträgen oder Presseaussendungen wertet Google als Link-Spam.

Welcher Ankertext gilt bei einem verlinkten Bild?

Bei Bildlinks verwendet Google den Alt-Text des Bildes als Ankertext. Beschreiben Sie im alt-Attribut daher kurz, was der Link bewirkt oder wohin er führt. Ein leeres alt-Attribut ist bei verlinkten Bildern ungünstig.

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DM
Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara
Gründer von promeSeo, SEO-, GEO- & AEO-Berater in Wien

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