Lexikon · Links

Was ist Nofollow?

Von Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara · Aktualisiert am 26.10.2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Nofollow ist ein Wert im rel-Attribut eines Links, also rel="nofollow". Er sagt Suchmaschinen, dass Sie die verlinkte Seite nicht empfehlen und keine Rankingsignale weitergeben wollen. Seit 2019 behandelt Google nofollow als Hinweis statt als feste Anweisung und kennt zusätzlich die Werte sponsored und ugc.

Die drei Link-Attribute

Seit September 2019 unterscheidet Google drei Werte, je nachdem, warum ein Link nicht als Empfehlung gelten soll:

WertWofür
sponsoredBezahlte Links, Werbung, Kooperationen und andere Gegenleistungen.
ugcLinks in Inhalten von Nutzern, etwa Kommentaren und Forenbeiträgen.
nofollowAlle übrigen Links, die Sie nicht empfehlen oder nicht von Ihrer Seite aus crawlen lassen wollen.

Die Werte lassen sich kombinieren, getrennt durch Leerzeichen oder Komma:

<a href="https://www.example.at/" rel="sponsored">Partnerangebot</a>
<a href="https://www.example.at/" rel="ugc nofollow">Link aus einem Kommentar</a>

Für bezahlte Links ist nofollow weiterhin zulässig, Google bevorzugt aber sponsored. Bestehende nofollow-Links müssen Sie laut Google nicht umstellen.

Von der Anweisung zum Hinweis

Nofollow wurde 2005 eingeführt, um Spam in Blog-Kommentaren unattraktiv zu machen. Später wurde es zum üblichen Weg, Werbelinks zu kennzeichnen. Mit der Einführung von sponsored und ugc im September 2019 erklärte Google alle drei Werte zu Hinweisen, die zusammen mit anderen Signalen bewertet werden. Seit 1. März 2020 gilt das auch für Crawling und Indexierung. Ein Link mit diesen Werten wird in der Regel nicht verfolgt, die Zielseite kann Google aber über Sitemaps oder Links anderer Websites trotzdem finden.

Wann ist die Kennzeichnung Pflicht?

Die Spam-Richtlinien von Google werten gekaufte oder verkaufte Links, die Rankingsignale weitergeben, als Link-Spam. Bezahlte Links für Werbung oder Sponsoring sind erlaubt, wenn sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind. Das betrifft auch bezahlte Gastbeiträge und Advertorials, deren Links sonst als Verstoß gelten.

Nofollow ist nicht noindex

  • rel="nofollow" wirkt nur auf den einzelnen Link.
  • Das Meta-Tag robots mit dem Wert nofollow gilt für alle Links auf der Seite.
  • Soll eine Seite nicht im Google-Index erscheinen, braucht sie noindex und muss crawlbar bleiben. Ein nofollow-Link darauf reicht nicht.
  • Für interne Seiten, die nicht gecrawlt werden sollen, verweist Google auf die robots.txt statt auf nofollow.
So prüfen Sie es selbst

Klicken Sie im Browser mit der rechten Maustaste auf einen Link und wählen Sie „Untersuchen“. Im Quelltext sehen Sie, ob der Link ein rel-Attribut mit nofollow, sponsored oder ugc trägt. Gehen Sie so alle bezahlten Erwähnungen, Kooperationen und Gastbeiträge durch, die auf Ihre Website verweisen oder die Sie selbst verlinken, und prüfen Sie, ob die Kennzeichnung stimmt.

Häufige Fragen

Bringen Nofollow-Links etwas für SEO?

Google entscheidet seit 2019 selbst, ob es einen solchen Link als Signal berücksichtigt. Unabhängig davon können nofollow-Links Besucher bringen und Ihre Marke bekannter machen. Als planbare Rankinghilfe sollten Sie sie aber nicht einrechnen.

Muss ich bestehende nofollow-Links auf sponsored umstellen?

Nein. Google hat ausdrücklich erklärt, dass bestehende nofollow-Links nicht geändert werden müssen. Für neue bezahlte Links ist sponsored die bevorzugte Kennzeichnung, nofollow bleibt aber zulässig.

Soll ich interne Links auf nofollow setzen?

Normalerweise nicht. Interne Links helfen Suchmaschinen, Ihre Seiten zu finden und einzuordnen. Wollen Sie bestimmte Bereiche vom Crawling ausnehmen, empfiehlt Google dafür die robots.txt, und Seiten, die nicht im Index erscheinen sollen, bekommen noindex.

Verwandte Begriffe

DM
Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara
Gründer von promeSeo, SEO-, GEO- & AEO-Berater in Wien

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