Lexikon · Links

Was ist PageRank?

Von Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara · Aktualisiert am 26.10.2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

PageRank ist ein Verfahren, mit dem Google die Bedeutung einer Webseite anhand der Links bewertet, die auf sie zeigen. Jeder Link wirkt wie eine Empfehlung, deren Gewicht vom Wert der verlinkenden Seite und von der Zahl ihrer ausgehenden Links abhängt. Laut Google gehört PageRank bis heute zu den Kern-Rankingsystemen.

Woher kommt PageRank?

Larry Page und Sergey Brin entwickelten PageRank an der Universität Stanford. Sie beschrieben es 1998 im Aufsatz „The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine“, der die Grundlage der Suchmaschine Google bildet. Das zugehörige US-Patent 6,285,999 wurde 1998 eingereicht und 2001 erteilt, Inhaberin war die Universität Stanford. Laut Google Patents ist es seit 2018 abgelaufen.

So funktioniert die Formel

Im ursprünglichen Aufsatz lautet die Formel für eine Seite A:

PR(A) = (1 − d) + d × ( PR(T1)/C(T1) + … + PR(Tn)/C(Tn) )
  • T1 bis Tn sind die Seiten, die auf A verlinken.
  • C(T) ist die Zahl der ausgehenden Links der Seite T.
  • d ist der Dämpfungsfaktor zwischen 0 und 1, im Aufsatz üblicherweise 0,85.

Vereinfacht gibt jede Seite ihren eigenen Wert zu gleichen Teilen an alle Seiten weiter, auf die sie verlinkt. Ein Link von einer starken Seite mit wenigen ausgehenden Links zählt deshalb mehr als einer von einer schwachen Seite mit hundert Links. Die Autoren erklären das mit einem Zufallssurfer: PageRank ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der zufällig Links anklickt, auf einer Seite landet. Der Anteil 1 − d steht dafür, dass er irgendwann aufhört zu klicken und auf einer beliebigen Seite neu beginnt.

Was gilt heute?

Google führt PageRank in seinem Leitfaden zu den Rankingsystemen weiterhin als Kernsystem, betont aber, dass es sich seit dem Start stark weiterentwickelt hat. Daneben gibt es weitere Systeme, die aus Links ableiten, worum es auf einer Seite geht und wie hilfreich sie ist. Insgesamt entscheiden laut Google Hunderte Faktoren über die Reihenfolge der Ergebnisse, und Rankings lassen sich nicht kaufen.

Einen öffentlichen PageRank-Wert gibt es nicht mehr. Die Anzeige in der Google-Toolbar wurde im April 2016 abgeschaltet, intern rechnet Google weiter damit. Kennzahlen wie Domain Rating oder Domain Authority sind eigene Schätzungen von SEO-Tools, keine Werte von Google. Wer Links kauft oder tauscht, um den Wert künstlich zu erhöhen, verstößt gegen die Spam-Richtlinien zu Link-Spam.

Beispiel aus der Praxis

Das Prinzip gilt auch für interne Links. In diesem Lexikon verlinkt die Übersichtsseite /lexikon/ jeden Eintrag, und jeder neue Begriff bekommt Rück-Links von den verwandten Einträgen, die er selbst nennt. So ist jede Seite von mehreren thematisch passenden Seiten aus erreichbar, statt isoliert am Ende einer langen Liste zu stehen.

Häufige Fragen

Kann ich meinen PageRank noch sehen?

Nein. Google hat den öffentlichen Wert in der Toolbar im April 2016 entfernt. Kennzahlen aus SEO-Tools wie Domain Rating oder Domain Authority sind eigene Berechnungen der Anbieter und nicht mit dem PageRank von Google gleichzusetzen.

Spielt PageRank heute noch eine Rolle?

Ja. Google nennt PageRank in seinem Leitfaden zu den Rankingsystemen weiterhin als Kernsystem, das sich seit 1998 stark verändert hat. Es ist aber nur eines von vielen Signalen, Inhalt und Nutzen einer Seite zählen ebenso.

Darf ich Links kaufen, um besser zu ranken?

Nein. Gekaufte Links, die Rankingsignale weitergeben, gelten bei Google als Link-Spam. Bezahlte Links für Werbung oder Sponsoring sind erlaubt, müssen aber mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sein.

Verwandte Begriffe

DM
Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara
Gründer von promeSeo, SEO-, GEO- & AEO-Berater in Wien

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