Was ist JSON-LD?
JSON-LD ist ein Format, mit dem Sie strukturierte Daten in eine Webseite einbauen. Der Code steht in einem eigenen Script-Block und beschreibt maschinenlesbar, worum es auf der Seite geht, etwa ein Unternehmen, einen Artikel oder ein Produkt. Google unterstützt drei Formate und empfiehlt JSON-LD als das einfachste.
Wie sieht JSON-LD aus?
JSON-LD steht in einem Script-Block vom Typ application/ld+json. Das Vokabular kommt in der Regel von schema.org. Ein einfaches Beispiel für ein Unternehmen, angelehnt an die Dokumentation von Google:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Organization",
"name": "Muster GmbH",
"url": "https://www.example.at/",
"logo": "https://www.example.at/logo.png"
}
</script>Vier Schlüsselwörter mit @ tragen die Struktur:
| Schlüsselwort | Aufgabe |
|---|---|
| @context | Legt das Vokabular fest, meist https://schema.org. |
| @type | Sagt, was beschrieben wird, zum Beispiel Organization oder Article. |
| @id | Gibt einem Objekt eine eindeutige Kennung, auf die andere Objekte verweisen können. |
| @graph | Fasst mehrere verbundene Objekte in einem Block zusammen. |
JSON-LD, Microdata oder RDFa?
Google liest alle drei Formate, solange das Markup gültig ist. Bei Microdata und RDFa stehen die Angaben als Attribute direkt im sichtbaren HTML. JSON-LD ist davon getrennt und lässt sich deshalb leichter pflegen, auch auf großen Websites. Der Block darf im Kopf oder im Körper der Seite stehen, und Google kann auch JSON-LD lesen, das per JavaScript oder über ein Plugin eingefügt wird. Der Standard selbst ist eine Empfehlung des W3C, die aktuelle Version 1.1 stammt vom 16. Juli 2020.
Die Regeln von Google
- Nur Inhalte auszeichnen, die Besucher auf der Seite auch sehen.
- Das Markup muss den Inhalt wahrheitsgemäß wiedergeben.
- Für erweiterte Suchergebnisse (Rich Results) alle Pflichtangaben des jeweiligen Typs ausfüllen.
- Seiten mit strukturierten Daten nicht per robots.txt oder noindex für Google sperren.
- Gültiges Markup ist keine Garantie dafür, dass Google ein Rich Result anzeigt.
Nicht jeder Typ bringt eine sichtbare Darstellung: Die FAQ-Rich-Results zeigt Google seit 7. Mai 2026 nicht mehr an. Für AI Overviews und den KI-Modus braucht es laut Google kein spezielles Markup, vorhandene Daten sollten aber zum sichtbaren Text passen. Prüfen lässt sich der Code mit dem Rich-Results-Test von Google (search.google.com/test/rich-results) und dem Schema Markup Validator (validator.schema.org), der 2021 das frühere Google-Testtool abgelöst hat.
Jede Seite dieses Lexikons enthält einen JSON-LD-Block mit @graph: eine WebPage, einen DefinedTerm für den Begriff und eine FAQPage für die drei Fragen. Der DefinedTerm verweist über seine @id auf die Begriffssammlung der Übersichtsseite /lexikon/. So erkennen Suchmaschinen, dass alle Einträge zu einem gemeinsamen Glossar gehören.
Häufige Fragen
Ist JSON-LD ein Rankingfaktor?
Google beschreibt strukturierte Daten als Hilfe, den Inhalt einer Seite zu verstehen, und als Voraussetzung für bestimmte erweiterte Suchergebnisse. Einen direkten Rankingvorteil verspricht Google nicht, und auch gültiges Markup garantiert keine besondere Darstellung.
Brauche ich JSON-LD für AI Overviews?
Laut Google nein: Für AI Overviews und den KI-Modus gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und kein spezielles schema.org-Markup. Wichtig ist, dass vorhandene strukturierte Daten zum sichtbaren Text der Seite passen.
Wo baue ich den JSON-LD-Code ein?
In einem Script-Block vom Typ application/ld+json, im Kopf oder im Körper der Seite. Bei WordPress erzeugen SEO-Plugins wie Yoast bereits Grundangaben, zum Beispiel für die Brotkrumen-Navigation. Eigene Angaben ergänzen Sie über ein Code-Modul oder ein Snippet.