Was ist Offpage SEO?
Offpage SEO umfasst alle Maßnahmen außerhalb der eigenen Website, die beeinflussen, wie Suchmaschinen und Menschen eine Seite einschätzen. Im Mittelpunkt stehen Links von anderen Websites. Dazu zählen auch Bewertungen, Erwähnungen in Medien und Einträge in Verzeichnissen, also der Ruf, den sich eine Website nicht selbst geben kann.
Suchmaschinenoptimierung wird meist in drei Bereiche geteilt: Onpage SEO betrifft Inhalt und Aufbau der eigenen Seiten, technisches SEO die Grundlage, auf der sie laufen. Offpage SEO beschreibt dagegen, was andere über eine Website sagen und wie oft sie auf sie verweisen. Diesen Teil können Sie nur indirekt steuern, etwa durch gute Inhalte, aktive Pressearbeit und zufriedene Kunden.
Was zu Offpage SEO gehört
| Signal | Beispiel | Was Google dazu sagt |
|---|---|---|
| Links von anderen Websites | Ein Fachportal verlinkt Ihren Ratgeber | PageRank, das Links auswertet, ist weiterhin Teil der Kernsysteme, aber nur eines von vielen Signalen. |
| Bewertungen | Kundenbewertungen im Google-Unternehmensprofil | Für lokale Ergebnisse zählt die Bekanntheit eines Unternehmens, unter anderem Zahl und Qualität der Bewertungen sowie Links. |
| Empfehlungen und Erwähnungen | Bericht in einer Regionalzeitung, Empfehlung unter Kunden | Mundpropaganda nennt Google eine der wirksamsten und dauerhaftesten Formen, eine Website bekannt zu machen. |
| Verzeichnisse und Profile | Eintrag bei Kammer oder Branchenplattform | Sinnvoll für Auffindbarkeit; minderwertige Verzeichnis- und Bookmark-Links zählen dagegen zu Link-Spam. |
Links haben noch eine zweite Aufgabe: Google findet neue Seiten vor allem über Links von Seiten, die es bereits kennt. Ein Verweis von einer bekannten Website hilft also auch dabei, dass eine neue Seite überhaupt entdeckt wird.
Was Google als Link-Spam wertet
Weil Links ein Signal sind, wird versucht, sie künstlich zu erzeugen. Die Spam-Richtlinien von Google (Stand 28.08.2026) nennen unter anderem:
- Kauf oder Verkauf von Links, die Ranking-Wirkung haben sollen, auch im Tausch gegen Waren oder Leistungen
- übermäßigen Linktausch und Partnerseiten, die nur dem gegenseitigen Verlinken dienen
- automatisch erzeugte Links durch Programme oder Dienste
- Gastartikel, Advertorials und Pressemitteilungen mit gezielt optimiertem Linktext
- minderwertige Verzeichnisse, weit verteilte Footer- oder Widget-Links und Forenkommentare mit optimierten Links
Solche Links bringen im besten Fall nichts. Im schlechteren Fall riskieren Sie eine manuelle Maßnahme, die Google in der Search Console meldet.
Was nachhaltig funktioniert
Gute Offpage-Signale entstehen als Folge von Arbeit, die auch ohne Suchmaschinen sinnvoll wäre:
- Inhalte erstellen, die andere zitieren wollen, etwa eigene Auswertungen, Checklisten oder Studien
- Inhalte aktiv bekannt machen: über soziale Netzwerke, Fachgruppen, Newsletter, Vorträge und gedruckte Unterlagen
- das Google-Unternehmensprofil vollständig halten und zufriedene Kunden um eine Bewertung bitten
- mit Medien, Verbänden und Partnern zusammenarbeiten, wenn es einen echten Anlass gibt
Offpage SEO ersetzt keine gute Website. Ein Link auf eine langsame oder dünne Seite bringt wenig, weil Besucher dort nicht finden, was sie suchen.
Öffnen Sie in der Google Search Console den Bericht „Links“. Unter „Externe Links“ sehen Sie drei Tabellen: die am häufigsten verlinkten Seiten, die Websites mit den meisten Links auf Ihre Domain und die häufigsten Linktexte. Prüfen Sie, ob die verlinkenden Websites zu Ihrem Thema passen und ob die Linktexte natürlich klingen, etwa Ihr Firmenname statt immer derselben Keyword-Phrase. Beachten Sie, dass der Bericht nur eine Stichprobe zeigt und je Tabelle auf 1.000 Zeilen begrenzt ist. Ergänzend lohnt ein Blick in Ihr Unternehmensprofil: Wie viele Bewertungen gibt es, und sind sie beantwortet?
Häufige Fragen
Ist Offpage SEO dasselbe wie Linkbuilding?
Nein. Linkbuilding, also das gezielte Gewinnen von Links, ist nur ein Teil davon. Zu Offpage SEO gehören auch Bewertungen im Unternehmensprofil, Erwähnungen in Medien, Profile auf Branchenplattformen und alles, was andere über Ihr Unternehmen schreiben.
Darf ich Links kaufen?
Links, die für Rankingzwecke gekauft werden, verstoßen gegen die Spam-Richtlinien von Google. Bezahlte Platzierungen sind erlaubt, wenn der Link mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet ist. Dann ist er als Werbung erkennbar und nicht als Ranking-Hilfe gedacht.
Muss ich schlechte Backlinks entwerten?
Meist nicht. Laut Google werden Links von bekannten Spam-Seiten in der Regel ignoriert. Bei auffälligen Links von unbekannten Seiten empfiehlt Google zuerst, um Entfernung zu bitten, und erst als letztes Mittel das Disavow-Tool.