Was ist Voice Search (Sprachsuche)?
Voice Search, auf Deutsch Sprachsuche, ist die Suche per gesprochener Frage statt getipptem Suchbegriff, etwa über das Mikrofon in der Google-App, einen Sprachassistenten oder einen smarten Lautsprecher. Die Antwort kommt als normale Ergebnisliste, als vorgelesene Kurzantwort oder zunehmend als Gespräch mit einer KI, die Quellen verlinkt.
Wie sich die Sprachsuche verändert
Lange stand Sprachsuche vor allem für Fragen an Sprachassistenten wie den Google Assistant. Das ändert sich: Google hat im März 2025 angekündigt, den Assistant auf Smartphones durch Gemini zu ersetzen. Tablets, Autos, Kopfhörer und Uhren sollen folgen. Für Lautsprecher und Displays gibt es ein neues Angebot mit Gemini, das laut Google-Hilfe in Österreich und Deutschland als Vorabzugang verfügbar ist.
In der Suche selbst heißt die neue Form Search Live. Im KI-Modus der Google-App führen Sie per Mikrofon ein Gespräch mit der Suche, auf Wunsch mit Kamera. Google antwortet gesprochen und zeigt dazu Links zu Websites. Seit März 2026 ist Search Live laut Google in über 200 Ländern und Gebieten verfügbar, überall dort, wo es den KI-Modus gibt. Die Hilfe zum KI-Modus nennt Österreich und Deutsch als Sprache.
| Form | Wie die Antwort kommt | Was das für Websites heißt |
|---|---|---|
| Mikrofon in der Google-App | normale Ergebnisseite | wie bei einer getippten Suche |
| Search Live im KI-Modus | gesprochene Antwort mit Links | Nennung als Quelle wie bei KI-Antworten |
| Sprachassistent oder Lautsprecher | meist eine einzige vorgelesene Antwort | kaum Platz für mehrere Quellen |
Wie Sie Inhalte für die Sprachsuche aufbereiten
Ein eigenes Ranking für Sprachsuche beschreibt Google nicht. Gesprochene Fragen sind aber oft ganze Sätze, etwa „Welche Agentur in Wien macht SEO und Webdesign?“ statt „SEO Agentur Wien“. Hilfreich sind:
- Fragen als Zwischenüberschriften und die Antwort direkt im ersten Satz darunter
- kurze Definitionen und Antworten, die auch ohne den Rest der Seite verständlich sind
- für lokale Fragen wie „in der Nähe“ ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten
- schnelle, gut lesbare Seiten auf dem Smartphone
Strukturierte Daten vom Typ Speakable, mit denen Google vorlesbare Abschnitte kennzeichnen lässt, sind laut Google weiterhin Beta und nur für englischsprachige Nachrichteninhalte in den USA gedacht. Für deutschsprachige Websites bringen sie derzeit nichts. Für den KI-Modus braucht es laut Google kein spezielles Markup. Die oft zitierte Prognose, bis 2020 werde die Hälfte aller Suchen gesprochen, lässt sich keiner belastbaren Quelle zuordnen.
Öffnen Sie die Google-App, tippen Sie unter der Suchleiste auf Live und stellen Sie eine Frage so, wie Ihre Kunden sie stellen würden, etwa nach Ihrer Leistung und Ihrem Ort. Hören Sie sich die Antwort an und sehen Sie nach, welche Websites darunter verlinkt sind. Wiederholen Sie das mit drei bis fünf typischen Fragen und notieren Sie, ob Ihre Website oder Ihre Mitbewerber genannt werden.
Häufige Fragen
Ist Sprachsuche in Österreich relevant?
Gesprochene Suchen laufen über dieselbe Google-Suche wie getippte, und Search Live ist laut Google überall verfügbar, wo es den KI-Modus gibt, darunter Österreich. Wie viele Suchen hierzulande gesprochen werden, veröffentlicht Google nicht.
Brauche ich eigene Seiten für die Sprachsuche?
Nein. Gesprochene und getippte Suchen führen zu denselben Inhalten. Sinnvoller ist es, bestehende Seiten mit klaren Fragen und direkten Antworten zu gliedern.
Was ist der Unterschied zwischen Voice Search und Search Live?
Bei der klassischen Sprachsuche ersetzt das Mikrofon nur die Tastatur, das Ergebnis ist eine normale Ergebnisseite. Search Live ist ein Gespräch im KI-Modus: Google antwortet gesprochen, Sie können nachfragen, und Links zu Websites erscheinen auf dem Bildschirm.