Was ist KI-Sichtbarkeit?
KI-Sichtbarkeit beschreibt, wie oft und in welcher Form ein Unternehmen oder eine Website in Antworten von KI-Systemen vorkommt, etwa in ChatGPT, Gemini, Microsoft Copilot oder den KI-Übersichten von Google. Gemessen werden Markennennungen, verlinkte Quellen und der Zusammenhang, in dem die Marke erscheint.
Nennung und Quelle: zwei Arten von Sichtbarkeit
In einer KI-Antwort kann ein Unternehmen auf zwei Wegen auftauchen. Es wird im Text genannt, oder seine Website wird als Quelle verlinkt. Beides ist wertvoll, wirkt aber unterschiedlich.
| Art | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Nennung | „Bekannte Anbieter in Wien sind A, B und C.“ | Die Marke wird wahrgenommen, oft ohne Klick. |
| Quelle | Ein Link neben der Antwort führt auf Ihre Seite. | Ihre Inhalte stützen die Antwort, Besuche sind möglich. |
| Beides | Die Marke wird genannt und Ihre Seite ist als Quelle angegeben. | Stärkste Form der Sichtbarkeit. |
Wie oft Ihre Marke im Vergleich zur Konkurrenz genannt wird, beschreibt der Share of Voice. KI-Sichtbarkeit ist damit das Ergebnis, GEO die Arbeit daran.
Was Google und Microsoft dazu sagen
Für die KI-Übersichten und den KI-Modus nennt Google eine einzige Voraussetzung: Die Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in der Google-Suche erscheinen dürfen. Zusätzliche Anforderungen, spezielle Optimierungen, eigene KI-Textdateien oder besondere strukturierte Daten seien nicht nötig. Den Traffic aus diesen Funktionen zählt Google in der Search Console im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit, also gemeinsam mit den klassischen Treffern.
Microsoft bietet seit 10. Februar 2026 in den Bing Webmaster Tools den Bericht „AI Performance“ als öffentliche Vorschau an. Er zeigt, wie oft Seiten einer Website in Microsoft Copilot, in KI-Zusammenfassungen bei Bing und bei ausgewählten Partnern als Quelle angegeben werden, welche Seiten das sind und mit welchen Suchanfragen die KI die Inhalte gefunden hat.
Was die KI-Sichtbarkeit stärkt
- Eine saubere SEO-Grundlage: Seiten, die Suchmaschinen crawlen und indexieren können.
- Klare, zitierfähige Antworten auf konkrete Fragen, etwa eine kurze Definition am Seitenanfang.
- Erwähnungen auf anderen Websites, zum Beispiel in Fachmedien, Verzeichnissen und Bewertungen.
- Überall gleiche Angaben zu Name, Leistungen und Standort des Unternehmens.
- Erkennbare Erfahrung und Fachwissen, wie es Google unter E-E-A-T beschreibt.
Stellen Sie zehn typische Kundenfragen in ChatGPT, Gemini und Copilot und notieren Sie, ob Ihr Unternehmen genannt oder als Quelle verlinkt wird. Fragen Sie auch direkt nach Ihrer Marke und prüfen Sie, ob die Angaben stimmen. Melden Sie Ihre Website in den Bing Webmaster Tools an und öffnen Sie dort den Bericht „AI Performance“, um zu sehen, welche Seiten zitiert werden. In der Google Search Console finden Sie die Daten aus den KI-Übersichten im Leistungsbericht, zusammengefasst mit den übrigen Ergebnissen im Suchtyp „Web“.
Häufige Fragen
Brauche ich für KI-Sichtbarkeit eine llms.txt oder spezielles Schema?
Für die KI-Übersichten und den KI-Modus von Google nicht. Google schreibt ausdrücklich, dass weder eigene KI-Textdateien noch besondere strukturierte Daten nötig sind. Eine llms.txt schadet nicht, ist aber für Google kein Hebel.
Ist KI-Sichtbarkeit dasselbe wie GEO?
Nein. GEO, also Generative Engine Optimization, bezeichnet die Maßnahmen. KI-Sichtbarkeit ist das, was Sie damit erreichen wollen und messen: wie oft und wie Ihre Marke in KI-Antworten vorkommt.
Lässt sich KI-Sichtbarkeit genau messen?
Nur näherungsweise. Antworten ändern sich je nach Formulierung, Gesprächsverlauf und Standort. Verlässlicher als ein einzelner Test sind wiederholte Abfragen mit denselben Fragen und Daten wie der Bericht „AI Performance“ in den Bing Webmaster Tools.