Was ist technisches SEO?
Technisches SEO umfasst alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Suchmaschinen eine Website problemlos crawlen, rendern und indexieren können. Dazu gehören erreichbare Seiten mit korrektem Statuscode, eine saubere robots.txt, Sitemaps, Weiterleitungen, kanonische URLs, mobile Darstellung und Ladezeit. Es schafft die Voraussetzung dafür, dass Inhalte überhaupt in der Suche erscheinen können.
Die Mindestanforderungen von Google
Google verarbeitet Seiten in drei Stufen: Crawling, Indexierung und Ausgabe der Suchergebnisse. Nicht jede Seite schafft alle Stufen. Damit eine Seite überhaupt indexiert werden kann, nennt Google drei technische Mindestanforderungen:
- Der Googlebot wird nicht blockiert, etwa durch die robots.txt oder eine Anmeldung.
- Die Seite funktioniert, Google erhält also den HTTP-Statuscode 200.
- Die Seite enthält indexierbare Inhalte, also Text in einem unterstützten Dateiformat, und verstößt nicht gegen die Spam-Richtlinien.
Wer diese Punkte erfüllt, hat laut Google noch keine Garantie auf Indexierung. Technisches SEO beseitigt Hindernisse, es ersetzt keine guten Inhalte.
Die wichtigsten Bereiche im Überblick
| Bereich | Worum es geht |
|---|---|
| Crawling | robots.txt, XML-Sitemap und interne Links als echte Links mit href, damit der Googlebot alle wichtigen Seiten findet |
| Indexierung | noindex, kanonische URLs und Duplikate, damit die richtige Version einer Seite im Index landet |
| Rendering | JavaScript-Seiten werden in den Phasen Crawling, Rendering und Indexierung verarbeitet; serverseitiges Rendering oder Vorab-Rendering empfiehlt Google weiterhin |
| Mobile Version | Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite; empfohlen wird responsives Design |
| Ladezeit | Die Core Web Vitals werden laut Google von den Ranking-Systemen genutzt, gute Werte garantieren aber keine Spitzenplätze |
| URLs und Statuscodes | Lesbare URLs mit Bindestrichen statt Unterstrichen, wenige Parameter, aussagekräftige Statuscodes wie 404 und 301 |
Typische Meldungen im Bericht Seitenindexierung
Der wichtigste Ausgangspunkt ist der Bericht Seitenindexierung in der Google Search Console. Er zeigt, wie viele URLs gecrawlt und indexiert wurden und warum andere nicht im Index sind. Häufige Gründe:
- Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert: Google kennt die Seite, hat sie aber bisher nicht aufgenommen.
- Gefunden – zurzeit nicht indexiert: Die URL ist bekannt, wurde aber noch nicht gecrawlt.
- Durch robots.txt blockiert oder durch noindex ausgeschlossen: oft gewollt, manchmal ein Versehen.
- Duplikat, bei dem Google eine andere kanonische Seite gewählt hat als die Website.
- Soft 404, Serverfehler (5xx) oder Weiterleitungsfehler.
Nach einer Korrektur können Sie die Behebung im Bericht prüfen lassen. Laut Google dauert diese Validierung meist bis zu etwa zwei Wochen.
Auf promeseo.com haben wir die Bilder der Startseite in das Format WebP umgewandelt und verkleinert. Die Bilddaten sanken dadurch von rund 542 KB auf rund 183 KB, ohne dass sich das Aussehen der Seite verändert hat. Ein zweites Beispiel betrifft Impressum, AGB und Datenschutzerklärung: Diese Seiten sind auf noindex gesetzt, aber bewusst nicht in der robots.txt gesperrt. Wäre der Zugriff gesperrt, könnte Google die noindex-Anweisung gar nicht lesen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen technischem SEO und Onpage-SEO?
Technisches SEO kümmert sich darum, dass Seiten erreichbar sind und von Suchmaschinen verarbeitet werden können, etwa über Statuscodes, robots.txt, Sitemaps und Ladezeit. Onpage-SEO betrifft Inhalt und Elemente der einzelnen Seite wie Texte, Überschriften und Title-Tag. In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche.
Garantiert technisch sauberes SEO die Indexierung?
Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass auch Seiten, die alle Mindestanforderungen erfüllen, nicht zwingend indexiert werden. Technisches SEO beseitigt Hindernisse, ob eine Seite aufgenommen wird, hängt aber auch von Inhalt und Qualität ab.
Wann sollte ich technisches SEO prüfen?
Sinnvoll ist eine Prüfung nach jedem Relaunch, nach einem Wechsel von Domain, Theme oder Hosting und nach größeren Plugin-Änderungen. Dazwischen reicht es meist, regelmäßig den Bericht Seitenindexierung in der Search Console auf neue Fehler zu kontrollieren.