Lexikon · Technik

Was ist hreflang?

Von Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara · Aktualisiert am 29.10.2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

hreflang ist eine Angabe, mit der Sie Suchmaschinen mitteilen, welche Sprach- oder Länderversionen einer Seite es gibt. Sie steht im HTML-Kopf, im HTTP-Header oder in der XML-Sitemap. So kann Google etwa Suchenden in Österreich die deutsche und in Spanien die spanische Version derselben Seite zeigen.

Syntax und die drei Methoden

Jede Angabe besteht aus einem Sprachcode nach ISO 639-1, optional ergänzt um einen Ländercode nach ISO 3166-1 Alpha-2, und der vollständigen Adresse der jeweiligen Version. Für eine Seite auf Deutsch für Österreich, Deutsch für Deutschland und Englisch sieht das im HTML-Kopf so aus:

<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://www.example.com/at/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://www.example.com/de/" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.example.com/en/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.example.com/" />

Der Wert x-default kennzeichnet die Seite, die Google zeigen soll, wenn keine Version zur Sprache der Suchenden passt, etwa eine Sprachauswahl.

MethodeWoGeeignet für
HTML-Taglink-Elemente im head jeder SeiteNormale Webseiten
HTTP-HeaderLink-Header in der ServerantwortDateien ohne HTML, etwa PDFs
XML-Sitemapxhtml:link-Einträge je AdresseGroße Websites mit vielen Versionen

Laut Google sind die drei Methoden gleichwertig. Mehrere gleichzeitig zu verwenden bringt keinen Vorteil, es reicht eine.

Die wichtigsten Regeln

  • Jede Version nennt sich selbst und alle anderen Versionen. Die Liste ist auf jeder Version gleich.
  • Die Verweise müssen gegenseitig sein. Zeigen zwei Seiten nicht beide aufeinander, ignoriert Google die Angaben.
  • Adressen werden vollständig mit https:// angegeben, nicht als relativer Pfad.
  • Ein Ländercode allein ist nicht erlaubt. Der Wert be steht für Belarussisch, nicht für Belgien.
  • Codes wie EU, UN oder UK ignoriert Google. Für Großbritannien lautet der korrekte Ländercode GB, etwa en-GB.
  • Die Sprache einer Seite erkennt Google selbst. Weder hreflang noch das lang-Attribut werden dafür verwendet.

Übersetzte Seiten gelten übrigens nicht als doppelte Inhalte. Das ist laut Google nur der Fall, wenn der Hauptinhalt einer Seite unübersetzt bleibt.

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie eine Seite Ihrer Website im Browser und lassen Sie sich den Quelltext anzeigen, unter Windows mit Strg+U, am Mac mit Cmd+Option+U. Suchen Sie nach hreflang. Prüfen Sie, ob die Seite sich selbst und alle anderen Sprachversionen nennt und ob die Adressen vollständig sind. Öffnen Sie danach eine der verlinkten Versionen und kontrollieren Sie, ob sie auf die erste Seite zurückverweist. Mehrsprachigkeits-Plugins für WordPress setzen die Angaben in der Regel automatisch, ein Blick in den Quelltext lohnt sich trotzdem, vor allem bei Seiten, die nur in einer Sprache existieren.

Häufige Fragen

Brauche ich hreflang, wenn meine Website nur auf Deutsch ist?

Nein. hreflang ist nur sinnvoll, wenn es dieselbe Seite in mehreren Sprachen oder für mehrere Länder gibt. Eine rein deutschsprachige Website braucht keine Angaben.

Reicht hreflang="de" für Österreich und Deutschland?

Wenn beide Länder denselben Inhalt bekommen, ja. Getrennte Versionen mit de-AT und de-DE lohnen sich nur, wenn sich die Seiten wirklich unterscheiden, etwa bei Preisen, Rechtslage oder Kontaktdaten. Google empfiehlt dabei eine allgemeine Version für die Sprache als Rückfall.

Sind übersetzte Seiten doppelter Inhalt?

Nein. Laut Google gelten Sprachversionen nur dann als Duplikate, wenn der Hauptinhalt nicht übersetzt ist. Mit hreflang helfen Sie Google zusätzlich, die passende Version auszuliefern.

Verwandte Begriffe

DM
Dipl.-Ing. Daniel Marina Alcántara
Gründer von promeSeo, SEO-, GEO- & AEO-Berater in Wien

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